Kaffee-Blog der Rösterei Sonntagmorgen

Die Kaffeerösterei Sonntagmorgen bloggt über Kaffee, Rösten, Zubereitung und alles rund um Kaffee

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30°C und es wird immer heißer: Wie Dein Gehirn auf (Eis)kaffee vs. Bier reagiert

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Die Temperaturen werden diese Woche erstmals die 30°C-Marke knacken. Es wird also richtig schön warm! Ein kühles Bier bei Deinem Späti[1] um die Ecke ist dann genau das Richtige. Vielleicht trinkst Du auch einen leckeren Eiskaffee im Lieblingscafé. Aber wie reagiert eigentlich Dein Gehirn auf Alkohol bzw. Koffein? Wir haben das mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Sobald Deinem Gehirn Koffein zugeführt sind, spielt das Molekül Adenosin, ein körpereigener Müdemacher, eine wesentliche Rolle. Im Tagesverlauf überschwemmt dieses Molekül Dein Gehirn. Dort gibt es Proteine oder Rezeptoren, an die sich Adenosin spezifisch bindet. Das bewirkt schließlich, dass Dir am Ende eines langen Tages die Augen zufallen. Adenosin entsteht immer dann in großen Mengen, wenn die Zellen besonders viel Energie verbrauchen. Deine Adenosin-Konzentration ist also nicht besonders hoch, wenn Du hellwach bist, aber dafür umso höher, wenn der Tag lang geworden ist. Sobald sich Dein Energielevel verringert, wird Adenosin sofort alarmbereit und beginnt damit, die Gehirnfunktionen herunterzufahren, um das Gehirn vor Energiemangel zu schützen. Adenosin kontrolliert also den Energiestatus Deines Gehirns. Deswegen fühlst Du Dich auch nach einigen Stunden intensiven Arbeitens müde – ganz so, als würde Deinem Gehirn der Saft ausgehen. Der amerikanische Cartoonist Matthew Inman aka The Oatmeal hat diesen Prozess übrigens sehr vortrefflich unter dem Titel “15(ish) Things Worth Knowing About Coffee” veranschaulicht.

Der einzige Weg, um Dein Gehirn wieder aufzuladen, ist, eine Pause einzulegen. Es sei denn, Du hast gerade eine Geheimwaffe parat. Jeder Kaffeetrinker kennt das wohlige Gefühl nach einer starken Tasse Kaffee: Man fühlt sich aufnahmebereiter und fokussierter. Deine Leistungsfähigkeit wird wieder angekurbelt. Du kannst Ideen effizienter umsetzen. Dabei kommt das Koffein ins Spiel, welches Adenosin von seinen Rezeptoren verdrängt, weil es in seiner chemischen Struktur sehr dem Adenosin ähnelt. Koffein trickst also Dein Gehirn aus: Plötzlich denkst Du, Du hättest jede Menge Energie. Dieser Effekt setzt bereits 5 Minuten nach dem ersten Schluck Kaffee ein. Sobald die Adenosin-Rezeptoren blockiert sind, erhöht sich Deine neuronale Aktivität. Deswegen wirkt Koffein so anregend.

EiskaffeeEiskaffee als Koffein-Kick für heiße Tage (Bildquelle: Instagram)

Während Du das Gefühl hast, dass Kaffee Dir mehr Energie gibt, teilt es Deinem Körper einfach mit, dass Deine Energiereserven in Ordnung sind, obwohl sie eigentlich schon lange aufgebraucht wurden. Deine Nervenzellen bemerken gar nicht, dass sie eigentlich eine Pause bräuchten. Der Vorteil von Kaffee ist eindeutig: Bereits nach 15 Minunten fühlst Du Dich deutlich energischer. Andererseits baut Dein Körper bereits nach kleinen Mengen eine Toleranzschwelle auf. Dann benötigt er für die gleiche Stimulation größere Mengen Kaffee.

Dieses Phänomen ist auch als der sogeannte Rebound-Effekt bekannt. Durch Koffein ziehen sich Deine Blutgefäße zusammen. Wenn Du nun zu oft Koffein in Deinem Blutkreislauf hast, gibt es beinahe durchgängig einen chemischen Stoff, der dafür sorgt, dass Deine Gefäße schön zusammengezogen bleiben. Verliert Kaffee allerdings seine Wirkung, weil Du zu viel davon trinkst, dann fehlt Dir diese Krücke für straffe Blutgefäße. Koffein gibt Dir also zuerst einen Kick, aber wirft Deine Gefäße aus der Bahn. Deine Nervenzellen sind dann weniger in der Lage, aus eigener Kraft einen entspannten Zustand zu halten.

Wieso es viele bemerkenswerte betrunkene Künstler, aber keine berühmten betrunkenen Buchhalter gibt

Während Kaffee dafür sorgt, dass Du Dich voller Energie und Tatendrang auf eine neue Idee stürzt, hat Alkohol seine eigene Weise, Dich zu beeinflussen. Nachdem Du mit Deinen Kumpels ein paar Bier getrunken hast, fühlst Du Dich weniger fokussiert. Der Alkohol im Bier verringert den Arbeitsspeicher Deines Gehirns. Es kümmert Dich dann weniger, was um Dich herum passiert. Das kann sehr hilfreich für Deine Kreativität sein. Während zwei Bier bereits bewirken, dass Du Deiner Umgebung weniger Achtung zollst, hat das den positiven Nebeneffekt, dass Dein Gehirn automatisch dazu angehalten wird, kreativer zu denken. Alkohol kann also zu besseren Ideen führen – muss aber nicht.

Bier Ein kühles Bier für mehr Kreativität? (Bildquelle: Google Image Search)

Zwar sind ein paar Drinks hier und da nicht die beste Lösung, wenn Du alarmbereit sein musst, aber vielleicht hilft es Dir dabei, ein paar neue Ideen zu finden. Selbstverständlich ist Kreativität ein komplexer Prozess, bei dem unzählige kognitive Vorgänge, neutronale Wege und Emotionen eine Rolle spielen. Es muss also nicht immer gleich etwas Hochprozentiges zur Hand, um Deine Ideen auf die Sprünge zu helfen.

Oftmals hilft es schon, wenn Du Dich eine Zeit lang konzentriert mit einem Projekt auseinandersetzt und dieses dann unvollendet zurücklässt, um Dich einer vollkommen anderen Tätigkeit zu widmen, am besten an einem anderen Ort. Dein Gehirn arbeitet auch unterbewusst weiter und produziert wahrscheinlich gerade dann einen Einfall, wenn Du am wenigstens damit rechnest.

Am besten kannst Du Deine Kreativität auch dadurch ankurbeln, wenn Du ab und an in den Tag hineinträumst. Tagträumerei mag manchen sinnlos und als Zeitverschwendung erscheinen. Allerdings zeigt eine Studie von 2012 (“How Daydreaming Can Actually Make You Smarter”), dass sie eigentlich hohe Intelligenz voraussetzt. Tagträume bewirken, dass in Deinem Gehirn Verbindungen gefestigt und Erkenntnisse erzeugt werden.

Eines wird schnell offensichtlich: Um kreativ zu sein und neue Ideen zu finden, musst Du mit Deinem Geist eigentlich irgendwo anders sein. Die besten Gedanken kommen meistens plötzlich und aus dem Nichts.

Die optimale Weise, Kaffee und Bier zu trinken

Es wird offensichtlich, dass sowohl Kaffee als auch Bier in Maßen hilfreich sind, wenn Du an bestimmten Projekten arbeiten musst. Ein Bier (oder auch zwei) sind gut, um eine Idee erst einmal zu finden und zu formulieren. Alkohol kann Deine Kreativität anspornen, weil es den Arbeitsspeicher im Gehirn reduziert. Du fühlst Dich entspannter und ruhiger. Dein Gehirn knüpft tiefere Verbindungen. Ein netter Spaziergang im Park oder ein kleiner Tagtraum hätten allerdings vermutlich denselben Effekt wie ein Feierabendbier.

Kaffee hingehen ist ein idealer Begleiter, Deine ursprüngliche Idee effizient in die Tat umsetzen. Kaffee führt nicht notwendigerweise dazu, mehr kreative Bereiche Deines Gehirns zu aktivieren, wie es bei ein paar Bieren der Fall wäre. Wenn Du allerdings bereits ein konkretes Projekt verfolgst, kann eine Tasse guten Kaffees sehr förderlich sein. Der generelle Konsens von Koffein-Studien ist, dass Kaffee die Qualität und Leistungsfähigkeit steigern kann, wenn die Aufgabe, die Du bewältigen musst, einfach erscheint und Dir nicht allzu viel abstraktes Denken abverlangt. Anders ausgedrückt: Wenn Du eine gute Idee hast, wird Dir eine Tasse Kaffee dabei helfen, diese Idee schneller und ohne Qualitätsverlust umzusetzen.

Adenosin? Rezeptoren? Was? Wenn Dir das alles eben etwas zu abstrakt war, schau mal in die schöne bunte Grafik von Ryoko, einer japanische Illustratorin aus Seattle. Sie verdeutlicht die soeben geschilderten Erkenntnisse ganz herrlich! Ein gutes Buch zum Thema gibt’s ebenfalls – Adam Rogers: The Science of Booze.

  1. In Berlin ist als Späti (Spätverkauf) ein Geschäft gemeint, das außerhalb der üblichen Geschäftszeiten geöffnet ist. Bestens geeignet also, um schnell die Milch für den Kaffee oder das Feierabendbier zu besorgen.  ↩

“Schmeckt beinahe nach Pfefferkuchen!” – Eure Ergebnisse vom Cupping

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“Übe dich nur Tag um Tag und du wirst sehn, was das vermag.”

Goethe hat’s schon gewusst: Es ist wichtig, seine eigenen Annahmen stets zu hinterfragen, um nicht stillzustehen und sich kontinuierlich zu verbessern. Übung macht schließlich den Meister. Genau deswegen haben Till und Lukas unsere Rösterei zum Labor erklärt und unsere Röstung auf den Prüftstand gestellt. Das Ziel: Herausfinden, wie wir mit unserem Coffeetech Ghibli R15 mit thermodynamischer Trommel und 15 kg Kapazität noch mehr aus der Bohne herausholen können. Dafür haben sie in der Sonntagmorgen-Rösterei je 5 kg vom Kolumbien El Encanto Estate für die Filterkaffee-Röstung mit verschiedenen Profilen geröstet. Herausgekommen sind acht Proberöstungen, in denen jeweils eine Phase der Röstung bei annähend gleicher Energiezufuhr um eine Minute verlängert bzw. verkürzt wurde.

Mehr zu Röstprofilen und Röstphasen erfahrt ihr in einem anderen Blogpost von unserem Head Bean Browner Lukas.

 

Röstprofil einer Teströstung des El Encanto

Mit unserem Experiment wollten wir herausfinden, was eine kleine Veränderung am Röstprofil für eine Auswirkung auf den Geschmack hat. Faszinierend zu sehen, was eine minimale Modifikation ausmachen kann!

Euer Feedback ist uns immer wichtig. Schmeckt der Kaffee oder nicht? Und warum? Um das herauszufinden, haben wir euch zum Probetrinken eingeladen. Wir haben jedem Tester zwei Röstungen zugeschickt, die jeweils in einer Variable eine Veränderung aufwiesen. Es gab auch eine Basisröstung, die der Originalröstung des Kolumbien El Encanto Estate sehr nahe kam. Bei der weiteren Röstung verlängerten oder verkürzten Till und Lukas dann insbesondere die Phasen der Trocknung, eigentlichen Röstung und Ausröstung etwas.

Die Ergebnisse von eurem Cupping haben wir nachfolgend kurz zusammengefasst. Lukas kommt dabei natürlich auch zu Wort, um von seiner persönlichen Lernkurve beim Rösten und seinem individuellen Geschmackserlebnis zu berichten. 

Das sagen unsere Sonntagmorgen-Tester

Gian Luca bereitete seine Filterkaffee-Proberöstungen 5-5-5,5-1 und 5-5-5,5-2 unter anderem mit der Hario V60 und der French Press zu. Es war für ihn wirklich eine Freude, beide Kaffees zu probieren. Gian Luca findet: “Die Unterschiede zwischen den zwei Röstungen sind wirklich minimal, auch wenn ich die helle Röstung 5-5-5,5-1 für meinen Filterkaffee bevorzugt habe. Ich habe beide aber auch als Espresso probiert und da war meiner Meinung nach die dunkle Röstung 5-5-5,5-2 besser.”

Thomas hat den Probekaffee mit der Hario V60 aufgebrüht. Insgesamt fielen ihm die beiden Röstungen 5-5-5,5-1 und 5-5-5,5-2 nicht unangenehm auf. Thomas meint: “Beide riechen intensiv schokoladig, etwas nach Zimt und Nelken, beinahe nach Pfefferkuchen. Geschmacklich sind sie sich auch sehr ähnlich. Auch hier kann ich Zimt, Nelken und Bitterschokolade ausmachen, aber auch einen sehr intensiven Grapefruitgeschmack. Der Geschmack bleibt sehr lange im Mund und wird dort hinten raus etwas unangenehm bitter, wobei diese Bitterkeit bei dem länger gerösteten einen Hauch intensiver und unangenehmer ist. Insgesamt fehlt mir bei beiden etwas das Fundament, ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben kann. Wenn ich es mit Musik vergleiche, fehlt etwas Bass (möglicherweise würde eine andere Brühmethode das noch rauskitzeln – ich werde bei Gelegenheit mal noch die French Press versuchen).”

Bei der ersten Röstung 5-5-5,5-1 nimmt Samuel eine leichte Säure und einen insgesamt nussigen und angenehmen Geschmack wahr. Bei der zweiten Röstung  5-5-5,5-2 hingegen tritt die Säure stärker hervor. Samuel findet, der Kaffee schmecke blumiger, aber auch etwas leer und mit einem unangenehemen Nachgeschmack.

Sebastian hat den Probekaffee im Handfilter aufgebrüht und zusammen mit seiner Frau gestestet. Sebastians Meinung: “Wir haben zudem den Rest unseres “alten” El Encanto aufgebrüht, um noch einen weiteren Referenzgeschmack zu haben. Der 5-6-5,5-2 Kaffee riecht sehr aromatisch, sogar intensiver als das Original nach unserer Meinung, der Geschmack scheint aber kürzer zu sein, mit weniger Tiefe. Wir finden hinleitet fruchtig, Beeren – insbesondere Kirsch und Schokolade schmecken wir heraus. Etwas Lakritz und eine rauchige Note mit einer Reminiszenz an Heu. Wir finden ihn ganz lecker, aber er wirkt im Mund nicht so harmonisch wie das Original. Interessant zwar, aber das Harmonische des Originals wirkt weicher, süffiger und ausgewogener. Der 5-5-4-2 ist nicht unserer Ding. Ein verhaltender Duft (holzig, Rindenmulch?, alt, rauchig), wobei man bei ihm mehr Frucht riecht, als man dann schmeckt. Den Geschmack würden wir als dumpf und kurz beschreiben, wobei Beerennoten am ehesten wahrnehmbar sind. Die Säure sticht hervor, so dass er adstringierend wirkt. Insgesamt wirkt der Geschmack undifferenziert.”

tobias cupping

So sah das Cupping bei unserem Tester Tobias aus

Tobias und seine drei Freunde haben die Proberöstungen 5-5-5,5-1 und 5-5-5,5-2 in der Chemex, Hario V60 und French Press getestet. Die Röstungen kommen ihrer Meinung nach jedoch nicht an den Geschmack des ursprünglichen Kolumbien El Encanto Estate heran. Tobias und seine Freunde konnten Folgendes feststellen: “Wir waren überrascht, dass ein einziger Faktor in der Röstung (in unserem Fall in der letzten Phase) schon einen doch sehr deutlich spürbaren Unterschied ausmachen kann. Die Röstung  5-5-5,5-2 hat uns allen besser geschmeckt als Röstung 5-5-5,5-1, und das in allen drei Zubereitungsmethoden. Bei Röstung 5-5-5,5-1 war die Säure stärker ausgeprägt als bei der 5-5-5-.5-2, was wir aber nicht gut fanden. Die Säure war bei 5-5-5,5-1 einfach dominant und hat die anderen Geschmacksnoten leider stark unterdrückt. Mitunter wurden bei 5-5-5,5-1 ganz leichte Noten von Schokolade und Rohrzucker wahrgenommen, aber nur minimal. Insgesamt war 5-5-5,5-1 aber nach den ersten kurzen Säureschub auch schnell wieder flach und der Geschmack einfach weg. Zwei von uns vieren haben den Abgang als “metallisch” beschrieben (was natürlich auch als nicht angenehm empfunden wurde). Die Röstung 5-5-5,5-2 fanden wir insgesamt etwas besser als 5-5-5,5-1. Der Kaffee war runder und auch ausgewogener. Er schmeckte einfach mehr nach Kaffee und der Geschmack blieb auch länger erhalten. Aber auch 5-5-5,5-2 kam wie gesagt nicht an die ursprüngliche Röstung ran.”

Und das findet unser Head Bean Browner Lukas

lukas-kolbe

Das Spannendste an dem Experiment war für mich, dass sich einige Vorurteile, die sich über die Jahre eingeschlichen hatten, in Wohlgefallen auflösten. Zum Beispiel bei der “dunklen” Röstung mit etwa 3 Minuten Röstzeit im Bereich von 200 bis 215 Grad (“normal” sind knapp 2 Minuten): ich hatte erwartet, dass sie unangenehm bis ungenießbar bitter wird, sie hatte immerhin auch mit 15,6% den höchsten Einbrand (Gewichtsverlust beim Rösten) unter allen Teströstungen. Und ja, bitter war sie, und es gab wahrnehmbare Röstaromen – aber der Geschmack des El Encanto war in dieser dunklen Röstung sehr schön integriert, auf eine wirklich nicht unangenehme Art und Weise. Wenn man auf dunklere Röstungen steht oder “eingenordet” ist, gar nicht zu verachten.

Mein Lerneffekt war am größten bei den Teströstungen, in denen die mittleren Phasen (also Trocknung bis 150 Grad und Röstung bis 200 Grad bzw. zum ersten Knacken) im Vergleich zur Standardröstung verkürzt waren. Bei beiden kürzeren Röstungen scheinen mir die dem El Encanto inhärenten Aromen und Geschmäcker intensiviert, bei den jeweils längeren Röstungen dagegen überwogen mir die herben, bitteren Aromen. Sebastians Ergebnisse von oben zeigen aber auch: es ist schwieriger, mit den verkürzten Röstungen den “Sweet Spot” des Kaffees zu treffen. Die verkürzte 3. Phase hat offensichtlich Aromen hervorgebracht, die wir im Kaffee nicht haben möchten – so extrem kam mir das allerdings im Cupping nicht vor. Aber natürlich reagiert auch jeder etwas anders auf die Aromen, und wer einmal bei einem Kaffee an Rindenmulch gedacht hat, kommt davon sicherlich schwer wieder los. ;)

Daran arbeite ich – den Sweet Spot zu treffen – denn genau das macht meinen Job so spannend :)

Man muss bei den Teströstungen aber auch immer im Hinterkopf behalten, dass die natürlich anders schmecken als eine “ordentliche” Produktionsröstung. Die Thermodynamik in der Trommel ist einfach eine andere: bei gleichbleibender Masse des Rösters nur 1/3 der Kaffeemenge zu nehmen ändert viel, vor allem an der Art der Wärmeübertragung. Weniger Kaffee im Röster = anderer Oberflächenkontakt je Bohne und auch anderer Röstgaskontakt je Bohne. Röstprofile zwischen den Chargengrößen vergleichbar zu machen wäre natürlich auch für die Zukunft ein spannendes Thema. Heute geht es erst einmal wieder zu Einar nach Kaarst, um die nächsten Versuchsaufbauten zu besprechen!

Demnächst mehr Cupping-Aktionen bei Sonntagmorgen!

Für alle, die gerne mehr von unseren Kaffees testen würden, haben wir inzwischen eine Tester-Community auf Facebook ins Leben gerufen, in der wir regelmäßig solche Cupping-Aktionen starten werden. Das ist auch eine gute Möglichkeit für euch, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. Vielleicht sehen wir uns also schon ganz bald beim nächsten Cupping wieder!

 

Bulletproof Coffee oder wie die Butter in den Kaffee kam

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Unter Foodies geht ein kurioser Trend um: Sie trinken den Kaffee jetzt mit Butter und Kokosöl - kurz den Bulletproof Coffee von Dave Asprey. Butter im Kaffee? Klingt komisch. Deswegen haben wir den “Superkaffee” etwas genauer unter die Lupe genommen und wollten herausfinden, was daran so revolutionär sein soll.

Der Unternehmer Asprey aus dem Silicon Valley hat mit seinem “kugelsicheren Kaffee” nach eigenen Angaben 45 Kilo abgenommen. Abnehmen mit Fett klingt zunächst widersprüchlich, aber Anhänger der Paleo-Diät, die auf Ernährung wie in der Steinzeit setzen, schwören darauf. Auch wenn damals beim Lagerfeuer wahrscheinlich nicht alle mit ihren morgendlichen Butterkaffee in die Gänge kamen, hat die Kombination aus einem Heißgetränk mit Butter eine lange Tradition. Asprey selbst ist bei einer Bergtour in Tibet auf den dort üblichen Tee mit Yakbutter gestoßen – der hält nicht nur warm, sondern auch fit und satt. Genau dieses Sättigungsgefühl macht Bulletproof Coffee so beliebt. Wird das Frühstück damit ersetzt, setzt erst spät ein Hungergefühl ein und der Körper ist den gesamten Tag darauf programmiert, Fett in Energie umzuwandeln.

Ob das schmeckt? Unsere vier Testtrinker Till, Pia, Leonard und Tina haben für Dich den Bulletproof Coffee probiert.

Für Bulletproof Coffee benötigst Du:

  • 1-2 Teelöffel Butter
  • 1-2 Teelöffel Kokosöl
  • 1 Tasse guten Filterkaffee
  • 1 Stand- oder Stabmixer

Damit alles etwas schneller geht, haben wir den Kaffee gleich für 4 Personen zubereitet. Deswegen weichen die anfangs angegebenen Mengenangaben von denen in den Bildern ab.

bulletproof coffee

Für den ultimativen Geschmackstest sollte allerdings nicht die erstbeste Butter genommen werden. Besser ist eine, die von glücklichen Kühen auf satt-grünen Weiden stammt. Wir haben uns für die ungesalzene Kerry Gold Butter entschieden.

bulletproof coffee butter

Weil das noch nicht Fett genug ist, kommt dazu noch natives Kokosöl.

bulletproof coffee coconut

Das Ganze wird zusammen mit einer frisch gebrühten Tasse vom Kolumbien El Zapote für ca. 20 Sekunden mit einem Standmixer verrührt. Fertig ist der Wundertrank.

bulletproof coffee coffee

So sieht der Bulletproof Coffee aus

Vor dem Mixen erinnern die Butter- und Ölklumpen ein wenig an Eiswürfel…

vor dem mixen

… und nach dem Mixen ist der Kaffee sehr cremig und sieht eher wie Milchkaffee aus.

nach dem mixen

Wie schmeckt der Bulletproof Coffee? Wir haben ihn für Dich getestet.

till

Till, der Geschäftsführer von Sonntagmorgen, trinkt seinen Kaffee natürlich schwarz und am liebsten aus der Aeropress oder dem Handfilter. Sein momentaner Lieblingskaffee ist der Kolumbien El Zapote.

Tills Meinung zum Bulletproof Coffee: “Gar nicht so übel. Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Kaffee mit gestanzter Milch eben.”

pia

Pia, unsere Projektmanagerin, geht beim Kaffeetrinken eigentlich direkt zur Sahne über. Besonders starken Kaffee mag sie nicht. Ihr Favorit ist der Guatemala Chojzunil.

Pia: “Mir schmeckt der richtig gut! Hätte ich gar nicht gedacht. Die Butter macht wirklich einen Unterschied.”

leo

Leonard, unser Webdeveloper, mag seinen Kaffee am liebsten mit Milch. Pur findet er ihn eher nicht so lecker. Sehr gerne trinkt er den Australien Skybury.

Leonard: “Zuerst schmeckt es wie Butterkeks und dann wie Kaffee. Ist schon ziemlich mächtig, aber wird von Schluck zu Schluck besser.”

tina

Tina, die den Sonntagmorgen-Kundenservice betreut, trinkt ihren Äthiopien Yirgacheffe am liebsten nur mit einem großzügigen Schuss Milch. Generell sollte es nicht allzu starker Kaffee sein.

Tina: “Schmeckt gut, aber ich finde den Kaffee immer noch sehr intensiv. Ich hätte gedacht, dass der Kaffee grundsätzlich milder schmecken würde.”

Fazit: Wenn Du Deinen Kaffee generell gerne mit Milch trinkst, wäre der Bulletproof Coffee wohl eine Alternative. Allerdings schmeckt er anders als ein Milchkaffee oder ein Kaffee mit Sahne, was wir eigentlich nicht vermutet hätten. Der Geschmack ist definitiv einzigartig. Ansonsten haben wir keine Produktivitätssteigerung im Unterschied zum regulären Kaffee feststellen können, aber vielleicht muss man dafür auch jeden Tag eine Tasse trinken. Insgesamt ist der gebutterte Kaffee ziemlich mächtig, wodurch das Hungergefühl tatsächlich nachlässt.

Wie sieht es bei Dir aus? Trinkst Du Deinen Kaffee schwarz, mit Milch oder bulletproof? 

Röstlaube: Die mobile Kaffeebohne von Sonntagmorgen

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Seit Anfang April gibt es sie nun schon – unsere Kaffeebohne auf vier Rädern. Die Röstlaube ist eigentlich ein weißer Volkswagen T3, dem der Zahn der Zeit schon etwas zugesetzt hat. Bereits 27 Jahre auf dem Buckel, unterstreichen die paar Rostflecken hier und da eher den Charme unserer mobilen Kaffeebar. Die Mission, frisch zubereiteten und guten Kaffee unter die Leute zu bringen, schafft die Röstlaube in ihren alten Tagen allemal. In den Schränken steht alles bereit, was für tollen Kaffee benötigt wird: Keramik-Handmühlen, Hario V60-Filter, Aeropress, Feinwaagen, Wasserkocher, Kessel, Tassen und natürlich viel frisch gerösteter, leckerer Kaffee!

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Röstlaube auf dem Markt in Bad Salzuflen (Foto: Rainer Reppert)

Wo die Röstlaube auftaucht, ist der Spaß nicht weit entfernt. Einfach eine Kaffeespezialität bestellen – oder sogar selbst zubereiten. Denn es geht interaktiv zu: Du kannst Dich ausprobieren, entdecken oder einfach nur zurücklehnen und genießen. Damit es mit dem Entspannen schnell klappt, haben wir immer eine “Lounge” aus Paletten und Kaffeesäcken dabei, die aus der Rösterei mitgebracht wird.

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Elvis und Melanie vom Sonntagmorgen-Team & unsere Röstlaube

Nicht nur der Wagen ist liebenswert, sondern auch die Leute dahinter. An Bord sind unsere fleißigen Sonntagmorgen-Mitarbeiter/-innen Melanie und Elvis und unser Chefröster Lukas. Kein Promotionsteam, sondern versierte Kaffeeprofis und -liebhaber, die Dich mit ihrer Begeisterung für qualitativ hochwertigen Kaffee sicherlich mitreißen. Die Röstlaube ist nicht nur ein Kaffeestand, sondern vielmehr ein Statement für guten Geschmack.

Lust auf einen Kaffee aus der Sonntagmorgen-Rösterei bekommen? Die Röstlaube findest Du meistens immer an drei verschiedenen Tagen. Dienstags von 7-13 Uhr in Bad Salzuflen auf dem Salzhof. Freitags von 15-18 Uhr auf dem Dorfmarkt in Nammen und samstags von 7-13 Uhr in Bad Oeynhausen auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz. Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

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Um ein Profi auf seinem Gebiet zu werden, muss man kontinuierlich lernen – und dabei ist das Kaffeerösten keine Ausnahme. Am besten kann man das im Austausch mit anderen. Daher teilen wir unsere Erfahrung zusammen mit drei befreundeten Kaffeeröstereien. Mit ihnen verbindet uns nicht nur unsere Leidenschaft für Kaffee, sondern auch der Einsatz der gleichen Röstmaschine. Gerade das macht es besonders einfach, uns immer wieder über die neusten Kniffe in der Welt des Kaffees auszutauschen und Tipps weiterzugeben. Denn nicht nur auf die richtige Bohne kommt es an, auch die Röstung muss stimmen, um Dir täglich großartigen Kaffee bieten zu können.

Getreu dem Motto “Every day is a school day!” setzen wir unsere Erfahrungswerte noch einmal zurück und wollen herausfinden, was wir Neues über unseren Kaffeeröster erfahren können. Dafür haben sich Till und Lukas mit anderen professionellen Kaffeeliebhabern zusammengesetzt, um herauszufinden, was das Herzstück unserer Rösterei eigentlich noch für Trümpfe in der Hinterhand bereithält.

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Unsere Röstmaschine, die Coffeetech Ghibli R15

Fragen an die Kaffeeröstung

Wir lernen unseren Kaffeeröster, die Ghibli R15 der Firma Coffeetech, also nochmal vollkommen neu kennen. Dabei möchten wir beispielsweise herausfinden, welchen Einfluss die verschiedenen Röstphasen auf die Entwicklung der Aromen haben, wie unterschiedliche Entwicklungszeiten oder unterschiedlich starke Temperaturanstiege den Geschmack und Körper beeinflussen. Ein besonders spannendes und wichtiges Thema ist für uns auch der Einfluss von Hitzeübertragung durch Konvektion, also Heißluft, wie vornehmlich bei den meisten konventionellen Röstern, und Konduktion, also Erhitzung durch Kontakt mit heißen Oberflächen, die Spezialität des Ghibli-Rösters.

Bereits Mitte April haben Till und Lukas sich mit Einar von der Carles Kaffeerösterei in Kaarst getroffen, um erste Einzelheiten für die Proberöstungen zu besprechen.

carles

Till, Einar von Carles Kaffeerösterei und Lukas (v.l.n.r.) haben sichtlich viel Spaß

Erster Test: Länge der Röstphasen

Um unsere Erfahrungen an unserer Röstmaschine, einem Ghibli R15 mit thermodynamischer Trommel und 15 kg Kapazität, auf den Prüfstand zu stellen, haben Einar und wir jeweils 5 kg vom Kolumbien El Encanto Estate (für die Filterkaffee-Röstung) und vom Guatemala Chojzunil (für die Espresso-Röstung) mit verschiedenen Profilen geröstet. Wir haben den El Encanto übernommen und acht Proberöstungen durchgeführt, in denen jeweils eine Phase der Röstung um eine Minute verlängert bzw. verkürzt wurde (bei annähernd gleicher Energiezufuhr):

  • Phase 1 (Homogenisierung) +/- 1 Minute (alle anderen Parameter wie Standard)
  • Phase 2 (Trocknung) +/- 1 Minute (alle anderen Parameter wie Standard)
  • Phase 3 (eigentliche Röstung / Maillard-Reaktion) +/- 1 Minute (alle anderen Parameter wie Standard)
  • Phase 4 (Ausröstung / exotherme Phase) +/- 1 Minute (alle anderen Parameter wie Standard)

Mehr über Röstprofile und Röstphasen in einem anderen Blogeintrag von Lukas.

Während wir sonst in der Regel mit der Veränderung eines Parameters schon ein bestimmtes Ziel verfolgen, ging es bei diesem explorativen Ansatz darum, ganz systematisch Dinge auszuprobieren, die wir sonst vielleicht nicht gemacht hätten oder haben. Nach dem Motto: Was passiert eigentlich, wenn ich an diesem Knopf drehe?

Die Ergebnisse sind dementsprechend nicht alle eine Offenbarung, aber haben uns schon ein paar neue Ideen gebracht. Die Röstkurven und ein paar Notizen vom Cupping werden wir in einem späteren Beitrag veröffentlichen. Zunächst wollen wir Euch aber einladen, Euch an dem Experiment zu beteiligen.

Willst Du die Ergebnisse probieren? Schreib einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag oder kontaktiere uns auf Facebook, Twitter oder per Mail. Wir schicken Dir dann zwei Proben aus den Experimenten mit dem Hacienda El Encanto Blend, solange der Vorrat noch reicht. Im Gegenzug hätten wir von Dir gern Deine Meinung. Du musst kein Cupping-Profi dafür sein, nur sorgfältig zubereiten, schmecken und ein paar Zeilen schreiben. Wenn Du in der Nähe der Rösterei wohnst, noch besser! Komm doch einfach einmal zum Probieren vorbei!

Coffee Mamas – Die Beschützer des Kaffees

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Nicht vergessen: Am 10. Mai ist Muttertag! Diesen Sonntag solltest Du Dich mal um Kaffee & Kuchen kümmern und Deine Mama mit frischem Sonntagmorgen-Kaffee statt mit einem bunten Blumenstrauß überraschen. Kaffee ist nämlich ein überaus beliebtes Getränk und wird neben Wasser am häufigsten auf der Welt konsumiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Deine Mama über eine frisch gebrühte Tasse ihres Lieblingskaffees freut, ist also sehr hoch.

Der Anbau von Kaffeepflanzen ist ein Unterfangen, bei dem es viel zu beachten gibt. Denn unsere kleine Kaffeepflanze ist sehr sensibel und braucht ein ausgeglichenes Klima, um langsam reifen zu können. Erst wenn der Kaffee seine Eigenschaften optimal entfalten kann, ist eine gute Qualität gewährleistet. Wesentliche Hilfe bekommen die Kaffeebauern beim Anbau von den sogenannten Coffee Mamas. Das sind nicht etwa kaffeeliebende Mütter, sondern besondere Pflanzen, die zwischen den Kaffeepflanzen kultiviert werden, um deren zarte und empfindliche Blüten und Früchte vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Coffee_plant
Kaffeepflanze mit Blüten und Kirschen

Kaffee wird in vielen Höhen angebaut –  von Berghängen bis zur Küste – und sowohl unter direktem Sonneneinfluss als auch im Schatten kultiviert. Insbesondere beim Anbau im prallen Sonnenlicht ist eine günstige Lage der Kaffeepflanze unerlässlich. Coffee Mamas übernehmen dabei eine wesentliche Funktion und schirmen die Pflanzen vor der heißen Mittagssonne ab. Dadurch wird gewährleistet, dass eine stetige Temperaturregulierung stattfindet. Schließlich ist die gleichmäßige Temperatur beim Kaffeeanbau eines der wesentlichen Wachstumsfaktoren. Der Einsatz von schattenspendenden Pflanzen ist dabei sehr vielseitig. Neben Arten wie dem Silberbaum, verschiedener Inga-Varianten und dem Korallenbaum lassen sich auch Nutzpflanzen wie Breiapfel, Betelpalmen und Bananenstauden mit ihren essbaren Früchten finden.

korallenbaum
Blüte des Korallenbaumes

Außerdem gibt es Zwischenpflanzungen wie Vanille, Pfeffer, Grapefruit- und Avocadobäume, die den Kaffeebauern nicht nur ein zusätzliches Einkommen verschaffen, um jahresbedingte Ertragsschwankungen auszugleichen, sondern auch eine Nahrungsgrundlage bieten. Interessanterweise tauschen die Coffee Mamas mit den nahestehenden Kaffeepflanzen Nährstoffe aus, was einem gesunden Wachstum sicherlich förderlich ist.

Vanillepflanze
Vanillepflanze

Einige führende Länder der Kaffeeproduktion bauen die Kaffeepflanzen ohne Schattenpflanzen an. Stattdessen wird viel Technik eingesetzt, um höhere Erträge zu erzielen. In anderen Ländern wiederum vertraut man auf die Coffee Mamas und ihre schützende Funktion für die Kaffeepflanzen. Diese Art des Kaffeeanbaus bringt zwar wenigeren, aber dafür gleichmäßigeren Ertrag. Die Schattenpflanzen schwächen die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ab und schützen vor Frost und Wind. Zudem bewirken sie, dass sich auf den Plantagen nicht überall Unkraut breitmacht und lockeren den Boden zusätzlich auf. Je nach Standort wird die Sonneneinstrahlung durch die Coffee Mamas um bis zu 25 % reduziert. Dadurch ist gewährleistet, dass unsere kleine Kaffeepflanze zu einem erlesenen Kaffee heranwächst.

Was die Bananenstaude für die Kaffeebohne, ist Deine Mama sicherlich für Dich: immer beschützend an Deiner Seite! Überrasche Deine Mama dieses Jahr doch mal mit einer leckeren Kaffeespezialität, zum Beispiel mit der Kaffeerundreise im Abo. Dein Vorteile: Die Bestellung kommt in einer schönen Muttertags-Geschenkverpackung mit kostenloser Kaffee-Herz-Grußkarte daher. Um Dein Geschenk rechtzeitig zum Sonntag zu erhalten, sollten Du allerdings bis spätestens Donnerstag versandkostenfrei bei uns bestellen!

Zu den Muttertags-Aufmerksamkeiten!

Viel Freude beim Verschenken und einen entspannten Muttertag wünscht Dir

Euer Team von Sonntagmorgen.

Adé, Kaffee selber mischen!

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Vielleicht kennst Du ihn noch: Unseren Kaffee-Mixer. Vor sieben Jahren, also einer Internet-Ewigkeit, war er unser ganzer Stolz, jetzt schalten wir ihn ab. Warum, das erkläre ich weiter unten. Bis Anfang Mai hast Du noch die Gelegenheit, Dir eine individuelle Kaffeemischung zusammenzustellen.

2008 war die Möglichkeit, aus reinen Kaffeesorten den eigenen Kaffee-Blend zu mixen, ganz neu und wurde seitdem oft kopiert - wir haben das in der Regel als Kompliment verstanden. Wir haben unzählige phantasievolle Kreationen gemischt und Etiketten mit witzigen, lieben Grüßen verklebt und dabei immer Freude gehabt. Danke an alle, die diesen Service genutzt haben!

Trotzdem wollen wir uns nun schweren Herzens von diesem Angebot trennen. In einem Monat schalten wir den Mixer ab. Wir treiben einen großen Aufwand für unsere Kaffee-Qualität, vom Einkauf besonderer Sorten direkt von den Farmen über eine perfekt darauf abgestimmte Röstung bis zum röstfrischen Versand. Unsere Leidenschaft gehört dem Kaffee selbst und seinen individuellen geschmacklichen Ausprägungen, und hieran wollen wir auch in Zukunft so gut wie möglich arbeiten. Das individuelle Mischen macht mehr Aufwand, als man sich erst einmal vorstellt (da alles auf Bestellung erst gemischt und verpackt wird, kann man fast nichts vorbereiten). Über den internen Aufwand hinaus lenkt dieses Angebot sowohl uns als auch Betrachter von außen von unserer eigentlichen Mission ab: einfach guten Kaffee machen.

Es wird weiterhin Kaffee-Blends von uns geben, aber in begrenzter Zahl und von uns abgestimmt. Wenn “Muttis Kaffeemischung” in Zukunft nicht mehr auf dem Etikett steht, lassen wir uns etwas Neues einfallen für individuelle Geschenke. Und: Sag niemals “nie”: Vielleicht kommt die Gelegenheit, zu der wir den Mixer zumindest zeitweise wieder aufleben lassen können. Aber zunächst heißt es ein letztes mal:

Kaffee selber mischen

(Wer nun Sorge hat, dass seine Lieblings-Kaffeemischung in Zukunft nicht mehr erhältlich ist, kann uns gerne kontaktieren, z.B. auch über Twitter.)

Tolle Osterüberraschungen – Mach mit bei unserer Ostereier-Suche!

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Liebe Kaffeefreunde,

auch wenn es uns schon gefühlt seit Jahresanfang so geht, nun sind die Osterfeiertage wirklich nicht mehr weit entfernt. Die bunten Schokoladeneier und lachenden Osterhasen in den Regalen passen endlich ins Gesamtbild. Warum ausgerechnet der Osterhase die Eier versteckt, ist bis heute übrigens nicht ganz geklärt. Georg Franck von Frankenau, ein Medizinprofessor, berichtete erstmals 1682 von einem Osterbrauch in der Pfalz, bei dem ein dubioser Hase zahlreiche Eier im Gesträuch versteckte. Seine jetzige Beliebtheit erlangte unser Langohr aber erst 200 Jahre später, als er erstmals im Schokomantel daherkam und mittlerweile bei keinem Osterfest wegzudenken ist.

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Dieses Jahr bringt Dir nicht der Osterhase, sondern bringen wir die Ostereier! Mach mit bei unserer großen Ostersuche und gewinne mit jedem gefundenen Osterei einen Gutschein, den Du bei Deiner nächsten Bestellung einlösen kannst.
Wir haben für Dich auch viele leckere Kaffeespezialitäten, die in jedes Osternest passen und Dir und Deinen Liebsten garantiert den Osterbrunch versüßen. Mit einer schönen Tasse frisch gebrühten Kaffee zum Osterbrot kannst Du der Eiersuche gestärkt entgegenblicken. Und das Beste daran? Du musst noch nicht einmal das Haus verlassen, weil alles bequem und versandkostenfrei bei Sonntagmorgen.com bestellt werden kann.

Kaffee zum Valentinstag? – Tolle Kaffee Geschenke für Verliebte.

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Statt Blumen

Am 14. Februar ist es wieder so weit: Der Tag der Verliebten steht vor der Tür. Der Legende nach geht der Valentinstag auf den Bischof Valentin von Terni zurück. Dieser traute im dritten Jahrhundert Verliebte, unter anderem Soldaten, die auf Befehl des Kaisers ledig bleiben mussten, und schenkte den vermählten Paaren Blumen aus seinem Garten. (Wäre die Kaffeepflanze damals schon entdeckt worden, hätte er die Paare bestimmt auch auf eine Tasse herrlichen Kaffee eingeladen.) Dies entzürnte den Kaiser Claudius II. Goticus so sehr, dass er Valentin am 14.2.269 enthaupten ließ.

Heute ist der Valentinstag vor allem für einen Preisanstieg bei vielen Floristen bekannt. Doch es geht auch anders: Lass’ die Liebe heiß durch den Magen gehen und verschenke Kaffee von Sonntagmorgen. Der wird nicht nur mit Liebe gepflückt, geröstet und gemischt, sondern hält Verliebte auch nächtelang wach. Bei einer Tasse Kaffee kann man unheimlich gut reden. Oder sie morgens ans Bett bringen. Was immer Ihr vorhabt, ein guter Kaffee wird dabei nicht schaden.

Als Valentinstags-Special haben wir eine Auswahl an Kaffees für Euch zusammengestellt. Diese sind als Valentinstags-”Weltreise” gemahlen und als Valentinstags-Weltreise ganze Bohne erhältlich. Außerdem haben wir einen Kaffee für Verliebte. Und passender könnte der Name der Kaffeemischung wohl kaum sein – Süße Versuchung. Wenn Du kreativ werden möchtest, kannst Du Deinem Schatz auch einen eigenen Kaffee mischen.

Die Vorteile: Es gibt eine Valentinstags-Geschenkverpackung und es kann eine kostenlose “Kaffeeherz” Grußkarte beigefügt werden. Und wie immer versenden wir schnell und versandkostenfrei.

Zu den Valentinstags-Geschenken!

Viel Spaß beim Verschenken und einen schönen Valentinstag mit Eurem Schatz wünscht Euch

Euer Team von Sonntagmorgen.

A Brew of Sunshine

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Dass Kaffee mehr ist als nur ein Heißgetränk zum Wachwerden, wisst Ihr, sonst wäret Ihr nicht hier. Aber selten drückt es jemand so poetisch aus wie unsere treue Unterstützerin und Freundin Alyssa Jade McDonald-Bärtl in diesem Gastbeitrag:

There was sun, there was sleet, a moment of sun struck through the grey slurry of Munich clouds and then … sleet came down in sheets of icy rain. My heart needed sunshine, my soul sought solace in the challenges of January in Germany. Solace, was come in the form of a Brazilian which performed capoeira on my battered soul.

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