Kaffee-Blog der Rösterei Sonntagmorgen

Herzlich willkommen in unserem Kaffee-Blog!

Seit 2012 holen wir auf unserem Ghibli R-15-Kaffeeröster alles für Dich aus den besten Bohnen heraus, die wir finden können (hier findest Du unser Kaffee-Sortiment). Oft kommen wir zwischen Rösten, Verkosten und Verpacken nicht zum Bloggen, aber wenn, dann bekommst Du hier direkt vom Röster Infos über Kaffee, Tipps zur besseren Kaffee-Zubereitung oder neues Kaffee-Zubehör. Mehr über Sonntagmorgen findest Du hier. Wir freuen uns über Eure Kommentare direkt hier im Blog oder per Mail an kontakt@sonntagmorgen.com. Danke!

  1. Blog
  2. Onlineshop
  3. Kaffee
  4. Zubehör
  5. Firmen & Cafés

Cold Brew Coffee: Alles andere als kalter Kaffee!

2 Kommentare

Nachdem wir Dir letzte Woche erklärt haben, wie Du leckeren Eiskaffee mit der AeroPress bequem Zuhause zubereiten kannst, stellen wir heute den Cold Brew Kaffee vor. In den letzten Tagen sind die Temperaturen zwar eher herbstlich, aber der Sommer soll spätestens nächste Woche wieder zurückkommen. Genug Zeit also, um sich mit etwas Cold Brew Coffee auf die kommenden heißen Tage vorzubereiten.

Die herkömmliche Art der Kaffeezubereitung kennst Du bereits: Bohnen mahlen, mit heißem Wasser aufbrühen, genießen. Dabei werden den gemahlenen Kaffeebohnen mittels heißem Wasser die Inhaltsstoffe in möglichst kurzer Zeit entzogen. Wenn Du es nicht ganz so eilig hast oder Deinen Kaffee auf Vorrat zubereiten möchtest, dann ist die Cold Brew-Methode empfehlenswert.

Cold-Brewed Iced Coffee

Besonders säurearm: Cold Brew Coffee

Bei dieser kalten Extraktion entsteht ein Kaffeekonzentrat, bei dem 90% der aromagebenen Stoffe herausgelöst werden. Zum Koffeingehalt vom Cold Brew Kaffee gibt es sehr gegensätzliche Theorien. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass bei einer normalen Verdünnung des Konzentrats kaum ein Unterschied zu regulärem Kaffee besteht. Der Cold Brew Coffee ist zudem besonders säure- und reizarm, weil er etwa 70% weniger Säure- und Bitterstoffe enthält als herkömmlicher Filterkaffee derselben Bohne. Solltest Du also einen empfindlichen Magen haben, wäre der Cold Brew Coffee wahrscheinlich eine echte Alternative für Dich, da er bekömmlich und gut verträglich ist.

Im Gegensatz zur Kaffeezubereitung mit heißem Wasser wird bei dieser Kaffeevariante kühles Wasser mit Raumtemperatur verwendet. Wie bereits erwähnt, ist die Herstellungszeit etwas aufwendiger als bei der herkömmlichen Kaffeezubereitung, aber gut Ding will Weile haben. Dein Einsatz wird sich auf jeden Fall auszahlen!

So bereitest Du den Cold Brew Coffee zu

Zunächst musst Du das frisch gemahlene Kaffeepulver gleichmäßig mit kaltem Wasser in einem Gefäß Deiner Wahl vermischen. Es empfiehlt sich 10 g grob gemahlenen Kaffee je 100 ml zu verwenden, d.h. für 1 L Wasser müsstest Du 100 g Kaffee verwenden. Sobald Wasser und Kaffee miteinander vermengt sind, muss der Kaffee mindestens 12 Stunden lang bei Raumtemperatur in einem Gefäß mit Deckel ziehen, beispielsweise in einem Weckglas. Optimal wäre also, den Kaffee abends zuzubereiten und über Nacht ziehen zu lassen. Der Vorteil: Am nächsten Morgen kannst Du Deinen Cold Brew Coffee mit ein paar Eiswürfeln strecken und gleich mit zur Arbeit oder in die Uni nehmen. Gelungener Start in den Tag? Check!

cold brew coffee

Super Erfrischung für heiße Tage

Nach der 12-stündigen Ruhezeit bekommst Du ein Kaffeekonzentrat, das ähnlich der Heißwasservariante filtriert wird. Abhängig vom dem Mahlgrad Deines Kaffeepulvers kann der Vorgang auch etwas länger dauern. Generell empfiehlt es sich, den kalten Kaffee durch einen Handfilter oder ein feines Sieb zu geben, um gröbere Partikel vor dem Filtern zu entfernen. Im Gegensatz zu traditionellem Kaffee wird kalt gebrühter Kaffee nie der Hitze ausgesetzt. Zudem solltest Du darauf achten, das Kaffeekonzentrat am besten innerhalb von zwei Wochen zu verbrauchen, da das Aroma mit der Zeit deutlich leidet.

Du möchtest den Kaffee direkt nach dem Filtern genießen? Kein Problem! Abhängig davon, wie stark Du Deinen Kaffee für gewöhnlich trinkst, kannst Du zwei bis drei Tassen kaltes Wasser oder Eiswürfel dazugeben. Optional lässt sich Dein Cold Brew Coffee auch mit einer Kugel Eis, etwas Schlagsahne, gezuckerter Kondensmilch oder Mandelmilch aufpeppen. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Et voilà, fertig ist der Cold Brew Coffee für heiße Tage!

Unsere Empfehlung

Fruchtige Spezialitätenkaffees schmecken kalt einfach besser. Deswegen empfehlen wir zum Cold Brew-Kaffee unseren fruchtig-blumigen Äthiopien Yirgacheffe Knots Family, schokoladigen Kolumbien El Zapote und angenehm süßlichen Guatemala Chojzunil. Sichere Dir jetzt eine Packung unserer leckeren Kaffeespezialitäten! Wir geben Dir bis einschließlich September 10% Rabatt auf alle Kaffees in unserem Sonntagmorgen Onlineshop. Gib bei der Bestellung einfach den Gutscheincode “iceicecoffee” ein.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Kaffee für heiße Tage

Mittlerweile haben wir schon einige Kaffeespezialiäten im Selbstversuch getestet und eine Reihe daraus gemacht. Bei “Kaffee für heiße Tage” findest Du viele Anregungen und Tipps, wie Du Dein Lieblingsgetränk ganz einfach in angenehme Erfrischungen für warme Sommertage umwandeln kannst.

  1. Ice, Ice, Eiskaffee!
  2. Cold Brew Coffee: Alles andere als kalter Kaffee!
  3. Kaffee? Ja! Eiscreme? Ja! Kaffee-Eiscreme? Mhhhmmmm!
  4. Der neue Freund vom Kaffee: Tonic

2 Kommentare zu “Cold Brew Coffee: Alles andere als kalter Kaffee!”

Was kann ich verbessern, wenn der cold brew zu bitter schmeckt.
Danke u schönes WE

Lukas sagt:

Hallo Walter,

Zu bitter ist oft ein Symptom für Überextraktion beim Kaffee – wenn also mehr Stoffe aus dem Kaffeepulver gelöst werden, als gut für den Geschmack ist. Da hilft eine Kombination aus gröber Mahlen (insgesamt weniger Oberfläche im Mahlgut, d.h. bei gleicher Extraktionszeit weniger Extraktion) oder kürzer extrahieren.
Als zu bitter wird der Kaffee oft auch wahrgenommen, wenn er schlicht zu stark ist – dann einfach beim nächsten mal weniger Kaffeepulver nehmen.
Fruchtige Kaffees werden im Cold Brew oft weniger bitter, also im Zweifelsfall lieber einen Äthiopien Yirgacheffe als einen den Canephora aus Indien nehmen :)

Beste Grüße,
Lukas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.